Pastoren und andere Geistliche in Klütz seit dem Mittelalter

Geistliche vor der Reformation

(nicht alle sind bekannt)
   1234 Magister Cono
   1266 Pleban Johann
   1319 Gottschalk Wulf (Lupus)
   1340 Wilke von Stade
        Siegfried von Kramon
        Heinrich von Tarnewitz
   1372 Marquardus
        Werner Jesewitz
        Johann Struve
um 1572 Pfarrer Henricus
Wappen des Lupus
Siegel des Gottschalk Wulf 
(um 1319)

Die Pastoren in Klütz seit der Reformation

Von 21 Pastoren wissen wir die Namen. Bei den ersten 6 lassen sich genaue Zahlen und Daten für die Dauer ihrer Amtstätigkeit nicht angeben. Da Klütz früher allein nach dem Pfründeeinkommen eine der guten Pfarreien war, sind die meisten Pastoren recht lange hier gewesen, teils von hier in den Ruhestand getreten.

  1. Heinrich Wonningk "ein feiner Mann", etwa 30, 4 Jahre hier Pastor. Er beklagte sich 1535 über Bernhard von Plessen Arpshagen, daß er ihn an seiner Kirchenlöhnung verkürzt, auch gedrohet, ihn am Leben zu schaden, und ihn bei vier malen zu töten gesucht und überfallen habe.
  2. Dietrich Wollemann (Walmann) 1541. Im Visitationsprotokoll heißt es: "Er ist ein Säufer und Zänker"
  3. Herrmann Schröder , wurde später Pastor in Diedrichshagen 1555.
  4. Friedrich Deschborg, Desburg, Tezburgius) zwischen 1568 und 1594, wahrscheinlich Sohn des Pastors Luder Desburg aus Grevesmühlen. Von 1568 erwähnt, wo es sich um Streitigkeiten bezüglich der Bamburg handelt als ein "friedfertiger Prediger".
  5. Urban Hövel aus Wismar. Er unterschrieb die Konkordienformel am 15. Dez. 1598
  6. Paul Augustin aus Grömitz in Holstein. Er unterschrieb die Konkordienformel am 16. April 1610
  7. Martin Krüger, 1614-1649 (35 Jahre) geboren zu Rostock um 1584, unterschrieb die Konkordienformel am 5. Juni 1614. Zweimal verheiratet: 1. mit Magdalena Tarnow, Pastorentochter aus Grevesmühlen. 2. mit Elisabeth Drenkhahn. Letztere bat als Witwe 1667 den Herzog um Gewährung einer Kollekte zur Loskaufung ihres Sohnes aus türkischer Gefangenschaft und Sklaverei. Von 5 Söhnen wurden drei Pastor.
  8. Joachim Krüger(1650-1674=24 Jahre) Sohn seines Vorgängers, geboren zu Klütz um 1619, unterschrieb die Konkordienformel am 11. Ja. 1650. Verheiratet mit Margarete von Wüllen.
  9. Friedlieb Anselm (Anselius) geb. zu Malchow um 1648. (1674-1710=36 Jahre). Gest. im Jan. 1710 im 62. Lebensjahre, zweimal verheiratet: 1. mit Magdalena Krüger, Tochter seines Vorgängers 2. mit Dorothea Elswig.
  10. Heinrich Westerheide, 1710-1743=33 Jahre. Er zog als erster ins jetzige Pfarrhaus. Er war ein gelehrter Mann mit einer Bibliothek. Geb. am 2. Juli 1678, gest. am 25. Februar im 65. Lebensjahre. Er war zweimal verheiratet: 1. mit Johanna Nolten aus Wismar, 2. mit Margarethe Wacker, Schustertochter aus Klütz
  11. Ludwig Mellmann1745-1789=44 Jahre hier, geb. in Wismar am 13. August 1717, Schneidersohn, im Juli 1789 in den Ruhestand getreten, gest. am 8. März 1790 im 73. Lebensjahre. Verh. seit 1745 mit Margarethe Westerheide, Tochter des Vorgängers. Die Hochzeit war auf Schloß Bothmer bei einer Versammlung von lauter Adeligen.
  12. Johann Dühring 1789-1828 - hier 39 Jahre. Geb. in Casdorf/Lbg. am 26. Mai 1764, Sohn des späteren gräflich v.Bothmerschen Pächters Dühring zu Broock, gest. am 21. April 1828 an Lungenschlag im 64. Lebensjahre, begraben auf dem Friedhof westwärts des v. Bothmerschen Mausoleums. Verheiratet 1790 mit Magdalene Mellmann, Tochter des Vorgängers.
  13. Johannes Erdmann 1829-1877, hier 48 Jahre, geb. in Schwaan am 10. Jan. 1800, Pastorensohn, sein Vater war vorher Pastor in Bössow. Nach 51 jähriger seelsorgerischer Tätigkeit Michaelis 1877 in ruhestand getreten, gest. in Rostock am 22. Jan 1883 im 83. Lebensjahre, begraben in Klütz auf dem neuen Friedhof neben seiner ersten Frau. Er war zweimal verheiratet: 1. mit Caroline Erdmann, Bruderstochter seines Vaters aus Tessin, 2. mit Wilhelmine Le´vequ`e aus Ludwigslust, Tochter des Großherzoglichen Kammerdieners. Er gehörte der mecklenburgischen Abgeordnetenkammer an und saß im linken Zentrum Er hatte als letzter die Pfarrwirtschaft selber noch in Betrieb, worin er zwei braune Pferde und 7 schwarze Kühe hielt.
  14. Wilhelm Reitz 1877-1907=30 Jahre hier, geb. in Schwerin am 8. Juli 1842, Prorektorensohn, in den Ruhestand getreten 1907. Gest. am 14. Jan. 1915 im 73. Lebensjahre. Verh. seit 1874 mit Johanna Wendt aus Parchim. Sie starb am 13. Mai 1922 in Schwerin.
  15. Johannes Buschmann 1907-1909=2 Jahre hier, geb. am 7.8.1866 in Güstrow (Vater später Polizeidirektor in Waren), gest. in Kissingen während der Kur (Halskrebs) am 11.5.1909 im 43. Lebensjahre, in Waren begraben. Verheiratet mit Auguste Sibeth aus Breesen bei Sülze, in Rostock gestorben. Man rühmt ihn noch lange, weil er besonders schön gesungen hat.
  16. Heinrich Behm 1909-1927=18 Jahre hier, geb. in Pritzier am 24. August 1882, Sohn des Pastors und späteren Superintendenten Behm, er selbst wurde 1927 zum Landessuperintendenten in Bad Doberan berufen. Verh. mit Annemarie Sass aus Waren 1910.
  17. Karl Timm 1927-1933=6 Jahre hier, Pastorensohn aus Pritzier, verh. mit Maria Hirt, ging 1933 nach Ludwigslust, dann nach Reinshagen und Plau.
  18. Willy Wömpner 1933-1973=40 Jahre hier, geb. am 29.10.1906 in Hannover als Sohn des Telegraphenarbeiters Wilhelm Wömpner. Am 7. Oktober 1933 in Klütz durch Landessuperintendent Hurtzig ordiniert und als Pastor eingeführt. In erster Ehe verheiratet mit Frieda Wachtel aus Hannover , verst. am 17.1.1939 in Rostock, aus dieser Ehe 2 Söhne. In 2. Ehe verheiratet mit Käte Blunck aus Bad Segeberg am 20.04. 1940 - aus dieser Ehe eine Tochter. Im Ruhestand seit 1. Oktober 1973 in Klütz, gest. im Pfarrhaus 1979.
  19. Friedrich-Wilhelm Witte, Okt. 1973-1984
  20. Hartmut Glüer 21. Okt. 1985 - 1997
  21. Peter Wittenburg 1998 - 2006
  22. Philipp Busch seit 2006